Albin Kaiser

Bauarbeiter. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1895   † 1942

 

Herkunft, Beruf

Albin Kaiser wurde am 1.3.1895 in Wies/Deutschlandsberg (Steiermark) geboren. Er war Bauarbeiter in Voitsberg.

Bezirksleiter der KPÖ, Anhaltelager Messendorf, "Rote Hilfe"

1922 trat Albin Kaiser der KPÖ bei. Er war zeitweise Bezirksleiter der KPÖ. 1934 wurde er im Anhaltelager Messendorf inhaftiert. 1939 beteiligte er sich am Neuaufbau der KPÖ und der "Roten Hilfe" im Bezirk Voitsberg.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 20. 7. 1941 wurde Albin Kaiser verhaftet und am 31. 7. 1942 gemeinsam mit J. Jandl und K. Kilzer (beide hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 30.9.1942 erfolgte seine Hinrichtung im LG I in Wien.

Aus dem Urteil

„Der Angeklagte ­Kaiser sammelte bereits im Jahre 1938 in Voitsberg Spenden zur Unterstützung der Angehörigen verhafteter Kommunisten. Als er im März 1940 mit dem ihm von früher her bekannten Kommunisten August Wazinger zusammentraf, forderte dieser ihn zur Mitarbeit in größerem Rahmen auf. In einer zu diesem Zweck verabredeten Besprechung am Oberndorfer Bahnhof, zu der Kaiser den ihm befreundeten Jandl und Watzinger den Angeklagten Kilzer mitbrachte, setzte Watzinger ihnen auseinander, dass er zur Wehrmacht einrücken und daher die Leitung der von ihm aufgebauten illegalen KPÖ abgeben müsse. Er bestellte Kaiser zum Bezirksleiter von Voitsberg und Jandl zum Bezirkskassierer, während Kilzer die Aufgabe erhielt, die schon vorher von Watzinger hergestellten Verbindungen zu einer illegalen kommunistischen Gruppe in Graz aufrechtzuerhalten.“

Gedenkstein

Sein Name findet sich am 1949 enthüllten und vom KZ-Verband gestifteten Gedenkstein bei der Stadtpfarrkirche in Voitsberg;.

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Ursprünglich Gruppe 37-46-13, im März 1966 exhumiert in die Gruppe 40.

Weblinks und Quellen


Porträt teilen